Ein kürzerer Schüleraustausch macht auch Sinn: Schulen in Kanada sind flexibel

Schulen in Kanada bieten große Flexibiltät beim Schüleraustausch

Große Flexibilität bieten öffentliche Schulen in Kanada. Fazit: Lieber an einem kürzeren Schüleraustausch teilnehmen als an gar keinem.

Bei der Planung eines Auslandsaufenthaltes stellen sich viele Schüler und Eltern die Frage, wann der beste Zeitpunkt für einen Schüleraustausch ist und wie lange er dauern soll. Trotz der Debatten für und gegen das Turbo-Abi – der mehrheitlichen G8-Beibehaltung vor allem in den ostdeutschen Bundesländern und der steigenden Zahl westdeutscher Schulen, die wieder auf G9 umstellen, – bleibt die Frage, welcher Zeitpunkt und welcher Zeitrahmen Sinn macht.

Ein ganzes Schuljahr im Ausland bietet große Vorteile für alle, die sich vollständig in die andere Kultur und Sprache einfinden wollen. Das ist gewiss keine „verlorene“ Zeit. Wer aber nicht ein ganzes Schuljahr im Ausland verbringen kann oder möchte, sollte einen kürzeren Zeitraum wählen, denn jede Auslandserfahrung ist wertvoll. Dabei bieten die öffentlichen High Schools in Kanada bei einer Unterbringung in Gastfamilien eine besonders große Flexibilität. In einigen Schulbezirken ist sogar eine kurze Aufenthaltsdauer von einem oder zwei Monaten ebenso möglich wie eine längere Zeit. Das können drei Monate (ein Term), ein Semester (fünf Monate) bis hin zu einem ganzen Schuljahr (10 Monate) sein. Auf dem neuen Kanada-Informationsportal www.MyStudyChoice.de finden Schüler und Eltern alle wichtigen Informationen über das kanadische Schulsystem und können den Schulbesuch selbst organisieren. Indem sie in der Schuldatenbank öffentlicher Schulbezirke und privater Schulen in Kanada auf dem Portal recherchieren, finden sie schnell das individuell passende Programm. Bei der Suche lassen sich viele Kriterien eingeben, wie die gewünschte Aufenthaltsdauer, die Region, aber auch andere individuelle Präferenzen wie besondere Sport-, Freizeit- oder Sprachangebote. Auch alle anfallenden Kosten werden transparent dargestellt. Ist die private Schule bzw. der Schulbezirk gefunden, nehmen Interessierte per Formular Kontakt auf und können sich bewerben.

In welchem Schuljahr?

Welcher Zeitpunkt in der Schullaufbahn für einen High School-Aufenthalt geeignet ist, hängt davon ab, ob 12 oder 13 Schuljahre bis zum Abitur vorgesehen sind. In den meisten Bundesländern wird G8-Schülern empfohlen, während der zehnten Klasse, eventuell auch schon im zweiten Halbjahr der 9. Klasse, ins Ausland zu gehen, damit sie die Qualifizierungsphase der Stufen 11 und 12 nicht verpassen. Wer allerdings eine G9-Schule besucht oder bereit ist, das Schuljahr nach dem Auslandsaufenthalt zu wiederholen, geht am besten nach der 10. Klasse nach Kanada. Auch für Realschülerinnen und -schülern bietet es sich an, zunächst die mittlere Reife abzuschließen und danach einen High School-Aufenthalt einzulegen. Sinnvollerweise starten deutsche Austauschschüler in Kanada jeweils Anfang September oder Anfang Februar.

Wie lang ins Ausland?

„Eine Pauschalaussage, ein Schulaufenthalt im Ausland würde sich nur für ein ganzes Jahr, lohnen, kann ich auf keinem Fall belegen,“ sagt Thomas Eickel, der seit fast 25 Jahren als High-School-Berater in der internationalen Bildung tätig ist und nun auf der Informationsplattform MyStudyChoice sein Wissen zum kanadischen Schulsystem und Land zusammengestellt hat. „Eine Vielzahl von Faktoren spielt eine Rolle bei der Länge eines Schulaufenthalts im Ausland.“ Wesentlich sei, dass Schüler berücksichtigen, was ihnen ihre eigene Schule empfiehlt und wie hoch das Budget der Eltern ist. Wichtig ist auch das „Bauchgefühl“, mit welchem Zeitrahmen sich die Schüler selbst, aber auch ihre Familie, am wohlsten fühlen. „Das A und O ist, dass Schüler und Eltern sich zuerst Gedanken machen, welche Ziele sie mir der Auslandszeit verbinden. Die Motive können sehr unterschiedlich sein“, sagt Eickel. Auch wer nur mehrere Wochen oder ein Term nach Kanada geht, erlebt viel Neues, verbessert die Englisch- und/oder Französischkenntnisse, baut sprachliche Hemmungen ab, findet neue Freunde und macht sich mit dem ausgezeichneten kanadischen Schulsystem bekannt. Viele Jugendliche bewerben sich beispielsweise zunächst einmal für einen Term oder ein Semester und halten sich die Option offen, den Aufenthalt zu verlängern. Andere sagen von Anfang an, dass sie nur drei Monate ins Ausland wollen. Das sei vollkommen in Ordnung, sagt Eickel. Generell gilt: Lieber an einem kürzeren Schüleraustausch teilnehmen als an gar keinem, denn jede Auslandserfahrung prägt die Persönlichkeit.

Weitere Informationen auf www.MyStudyChoice.de

Kontakt: Thomas Eickel, Eickel Educational Services GmbH, Am Alten Mühlenbach 12, 53332 Bornheim, Telefon: 0162 4605050, E-Mail: info@mystudychoice.de

Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe

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